Projekt "Eine Welt in der Schule"
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Anregungen für die Grundschule und Sekundarstufe 1

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Ein Projekt des Grundschulverbandes e.V.


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Seva-Sadan, unsere Brücke nach Indien
Schulprogramm
Ute Graas

 
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"Eine Welt" 1/2017Die November-Ausgabe von "Eine Welt in der Schule" Mehr >>>
 
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Grafik InklusionPop-up Ausstellung "Vielfalt in der BOX" in Bremen Mehr >>>
 
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Lehrer LämpelDie nächste Fortbildung: April 2018 Mehr >>>
 
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Logo des WettbewerbsStartschuss für den Wettbewerb "Eine Welt für alle" Mehr >>>
 
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Abbildung der Broschüre "Die große Globalisierung für kleine Leute"
Globales Lernen mit Grundschulkindern Mehr >>>
 
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Titelabbildung des Orientierungsrahmens
Aktualisierter und erweiteter Orientierungsrahmen Mehr >>>
 
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Bücherstapel Klassensätze für Ihre Schule! Mehr >>>
 
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Titel der Broschüre "Kinderrechte Bildung - Länderschwerpunkt Ruanda"Ruanda-Materialien für die Klassen 3-7 Mehr >>>
 
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Der Online-Katalog des Projekts Der Online-Katalog des Projekts Mehr >>>
 
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Logo der EWIK
Im Fokus: Flucht und Asyl Mehr >>>
 
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Online-Spiel Handy Crash Das Online-Spiel Handy Crash Mehr >>>
 
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Buchtitel "African Kids"Neue Materialien für die Ausleihe Mehr >>>
 
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Unterrichtspaket von Ärzte ohne GrenzenMaterial "Humanitäre Hilfe" von Ärzte ohne Grenzen Mehr >>>
 
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Diese Arbeit macht mich krankMaterial zum Thema Kinderarbeit in Sambia Mehr >>>
 
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Werde Aktivist/inWerde Aktivist*in! – neues Aktionsheft Mehr >>>
 
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Eine Welt für KinderMaterial für Kindergarten und Schule & Sonderheft zum Thema Konsumgüter Mehr >>>
 
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Abbildung der Indonesien-KisteNeu in der Ausleihe: Tansania-Kiste Mehr >>>
 
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ErziehungsratgeberFür Eltern! Wie Sie Kindern fremde Kulturen näherbringen Mehr >>>
 
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Viele Themen, die für uns Menschen wichtig sind, müssen heute global betrachtet werden. Deshalb ist es wichtig, schon früh eine positive Einstellung der Kinder gegenüber fremden Kulturen und Völkern zu fördern.
Wohl jede Schule stellt sich irgendwann einmal die Fragen:
- Tun wir eigentlich genug für die Weltoffenheit unserer Schülerinnen und Schüler?
- In welchen Fächern oder in welchem Rahmen konnen wir die "globale Erziehung" an unserer Schule etablieren, damit sie nicht nur sporadisch als Randerscheinung im Unterricht aufgegriffen wird?
Wir, die Weihbach-Grundschule in Werne an der Lippe, haben uns 1989 intensiv mit diesen Fragen beschäftigt und zunächst einmal beschlossen, uns langfristig auf ein Projekt zu konzentrieren, das in der vierjährigen Grundschulzeit immer wieder auftauchen soll.
Wir haben uns dann exemplarisch für die Stahlstadt Rourkela in Indien (Orissa) entschieden. In dieser Stadt haben in den 50er Jahren deutsche Ingenieure geholfen ein riesiges Stahlwerk zu errichten, das viele tausend Arbeitsplätze schuf. Dieses Werk zog aber viel mehr Arbeitsuchende an, als es verkraften konnte. So entstanden am Rande der Stadt viele Slums.
1974 gründete der Bischof Hermann Westermann, Ehrenbürger der Stadt Werne, das "Sozialinstitut - Verein für öffentliche Wohlfahrt SEVA-SADAN", über das die Stadt Werne im Jahre 1980 die Patenschaft übernahm. Unsere Schule steht seit 1989 mit dem Leiter, Pater Alapatt, in Verbindung. Er konzentriert seine Arbeit immer auf einen der sechs Slums mit jeweils etwa 5000 Menschen. Das Programm und die Ziele dieses Sozialinstituts sind natürlich sehr umfangreich und vielfältig, z. B.:
- Medizinische Versorgung der Slumbewohner
- Seminare für Frauen und Jugendliche (Hygiene, Kinderpflege, Drogenbekämpfung usw.)
- Frauenförderungsprogramm
- Aufbau von Jugendzentren
- Bau von Gemeinschaftsbrunnen zur Trinkwasserversorgung
- Hilfe beim Bau von Straßen und Abwasserkanälen
- Einrichtung von Kindertagesstätten, Schulen und Ausbildungszentren (auch für Erwachsene)
- Unterstützung von Geschaftsgründungen
- Hilfe zur Wiedereingliederung nach Straftaten
Wir erhalten in unregelmäßigen Abständen Tätigkeitsberichte über die Arbeit und sind auch nach zehn Jahren noch der Meinung, dass dieses Programm und die Ziele des Sozialinstitutes sinnvoll sind.

Die Arbeit an unserer Schule zum Thema Indien/Rourkela hat sich im Laufe der Jahre so entwickelt, dass wir heute sagen können: Sie ist fester Bestandteil unseres Unterrichts (Schulprogramm) mit folgenden Aktivitäten, die eine Gruppe von Eltern und Lehrerinnen und Lehrern gemeinsam planen und organisieren:
- Es gibt eine "Rourkela-Ecke" an unserer Schule mit Büchern, Informationen, Plakaten, indischen Kunstwerken.
- In jedem Frühjahr machen wir eine Projektwoche zum Thema Indien. Hierfür haben wir inzwischen einiges Unterrichtsmaterial (auch vorgeplante Stunden) für alle vier Schuljahre gesammelt, damit der Arbeitsaufwand nicht abschreckt. Zusätzlich zum Themenschwerpunkt Indien wird in dieser Woche ein kleines Begleitprogramm geboten. In diesem Jahr konnten wir mit Hilfe des Kirchenkreises Herne (Fachstelle Schule und 3. Welt) in einem Klassenraum eine Ausstellung aufbauen, in der die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit hatten, an verschiedenen Stationen zu arbeiten. Im letzten Jahr hatten wir eine indische Tanzschule zu Gast, die mit einigen Mädchen einen Tanz-Workshop gemacht hat. Außerdem gehört zu dieser Projektwoche im Frühjahr immer ein Waffelverkauf, den die Eltern übernehmen. Teig und Arbeit werden gespendet, der Erlös ist für das Sozialwerk bestimmt.
- Im Herbst organisieren wir einen Trödelmarkt auf dem Schulhof. Da können die Kinder alles Mögliche verkaufen und spenden anschließend freiwillig einen Teil ihres Ertrages für Rourkela. Die Spendenkasse wird durch eine Tombola und einen Kuchenverkauf aufgefüllt.
- Zudem gibt es einen regelmäßigen Briefkontakt mit Pater Alapatt, in den auch die Kinder mit einbezogen werden. Vor einigen Jahren hat der Pater die Stadt Werne und unsere Schule auch einmal besuchen können.

Das ist unser ganz persönliches Arbeitsprogramm zum Thema "Globale Erziehung". Es ist sicher nicht besonders großartig, aber wir sind trotzdem stolz darauf. Es ist nämlich praktikabel - neben all den anderen Anforderungen, die an Schule gestellt werden - und hat inzwischen auch hin und wieder das gesteckte Ziel, die Weltoffenheit der Kinder, erreicht. Das haben wir an vielen Reaktionen und Äußerungen von Schülerinnen und Schülern erfahren dürfen. Dafür machen wir gern weiter auf diesem Weg und hoffen - auch durch diesen Artikel - auf viele Anregungen und Kontakte zu anderen Schulen und Institutionen, die uns vielleicht helfen wollen. Ganz herzlich bedanken möchten wir uns an dieser Stelle auch bei dem Projekt "Eine Welt in der Schule". Durch die Zusammenarbeit und die Ausleihmöglichkeiten ist unsere Arbeit sehr viel leichter und besser geworden.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht in Ausgabe 4/1999 von "Eine Welt in der Schule". Sie können diese Ausgabe jetzt herunterladen (1,7 MB).

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