Projekt "Eine Welt in der Schule"
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Anregungen für die Grundschule und Sekundarstufe 1

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Ursula Kuckert
 
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Ein "Zauberbaum" mit allen Früchten der ErdeWenn Afrika im Unterricht behandelt wird, so stehen oft Hunger, Krankheit, Bevölkerungswachstum, Entwicklungshilfe usw. im Mittelpunkt.
Als Einstieg in das Thema "Eine Welt" ist dies für Schulanfänger aber ungeeignet. Der Zugang zu einer anderen Lebenswelt sollte in dieser Altersstufe eher über positive emotionale Bezüge erfolgen.
Das Märchen "Das Affenherz" ist dafür sehr gut geeignet. Die Akteure sind Tiere, ferner spielen fremde Früchte eine bedeutende Rolle. Tiere sind für Kinder der Grundschule immer faszinierend und deshalb spricht dieses Märchen sie sehr an. Den Tieren (Schildkröte, Affe, Krokodil, Giraffe, Löwe, Elefant) werden menschliche Eigenschaften zugewiesen, sie sprechen, denken und handeln wie diese. Die Aussage des Märchens wird also für die Kinder zu einem Modell für menschliche Verhaltensweisen. Auf diesem Weg können die Kinder die Erfahrung machen, dass es zwischenmenschliche Probleme auch in anderen Teilen der Welt gibt, denn das Märchen hat Freundschaft, Vertrauen, Teilen, Gier und Hinterlist zum Thema.
Märchen werden in Afrika wie früher bei uns von Generation zu Generation mündlich weitergegeben, oft von richtigen Geschichtenerzählern.
Martin Moffor aus Kamerun, in Stuttgart ansässig, erzählt nach Art der traditionellen afrikanischen Geschichtenerzähler "Das Affenherz" und andere Märchen. Es ist vor allem sein Anliegen, die afrikanische Tradition wertzuschätzen und weiterzuvermitteln. Er entführt seine Zuhörer in die Welt seiner afrikanischen Heimat, da er dieses Märchen so vorträgt, wie er das in seiner Familie erlebt hat. Mit viel Mimik und Gestik, Klangwechsel der Stimme bei den einzelnen Tieren, laut und leise charakterisierend und mit Trommelmusik begleitend fesselt er alle Zuhörer.
Wenn Märchen so vorgetragen werden, wird bewusst, dass auch im Unterricht Märchen möglichst frei erzählt werden sollen. Der Erzähler bzw. die Erzählerin kann durch Blickkontakt die Kinder leichter an sich fesseln, durch Sprechpausen die Aufmerksamkeit steigern und die Spannung durch Gestik und Mimik erhöhen. Wilde Tiere können mit lauter Stimme, mit heftigen Gesten dargestellt werden, während kleine und schüchterne Tiere leise und kaum hörbar "auftreten".
Die Kinder werden bei diesem Märchen eingebunden durch Mitsprechen (Zauberspruch - er wird beim ersten Mal mehrfach wiederholt, so dass die Kinder ihn auswendig können), ferner durch den Einsatz von Musikinstrumenten, vor allem der Trommel.
Das Märchen eröffnet weiterhin den Zugang zu folgenden Aspekten:
a) Tiere, die es in Afrika gibt,
b) verschiedene Früchte, die man teils auch in Deutschland kaufen kann,
c) Sprechanlässe zu den Themen Teilen, Freundschaft, Neid.
Ziel ist, dass die Kinder einen emotionalen Bezug zu Afrika bekommen.

Das Affenherz

Das Krokodil mit dem Affen auf dem RückenVor langer, langer Zeit lebte in Afrika eine alte Schildkröte. Eines Tages hatte sie einen seltsamen und wunderbaren Traum von einem Zauberbaum, auf dem alle Früchte der Erde wuchsen. Die Schildkröte rief alle Freunde zu sich, um ihnen den Traum zu erzählen.
Es kamen der Löwe, der Elefant, das Zebra, der Affe, die Schlange und die Giraffe.
"Wollt ihr mir helfen, den Baum zu suchen?", fragte sie ihre Freunde.
"Ja", brüllte der Löwe und schüttelte seine Mähne.
"Ja", trompetete der Elefant und schwenkte seinen Rüssel.
"Ja", rief das Zebra und trommelte mit seinen Hufen.
"Ja", rief der Affe und klatschte vor Begeisterung mit seinen Affenpfoten.
"Ja", flüsterte die Schlange und zischte ein langes Zzzzzzzzzzzz.
"Ja", sprach die Giraffe und reckte ihren langen Hals noch höher.
Da machten sie sich gemeinsam auf die Suche nach dem geheimen Platz, an dem der Baum stand. Die Schildkröte ging voraus, es folgte der Löwe, dann kamen Elefant, Nilpferd, Affe, Schlange und Giraffe.
Sie suchten und suchten, bis sie den geheimen Platz eines Tages tatsächlich fanden.
Es war das Schönste, was die Tiere jemals gesehen hatten: Ein Baum voll mit allen Früchten der Welt. Da hingen Weintrauben, Bananen, Kokosnüsse, Mango, Papaya. Ananas, Orangen, Äpfel, Nektarinen, Mandarinen ...

Die Schildkröte sprach das Zauberwort:
"Naraboro tandarobo" (1)
Alle Tiere: "Naraboro tandarobo"
Schildkröte: "muganga mapenda"
Alle Tiere: "muganga mapenda"
Schildkröte: "Koda kigi kanga"
Alle Tiere: "Koda kigi kanga"

Nun fielen die Früchte zu Boden ... (2) tam, tam, tam ... und die Tiere aßen alle nach Herzenslust.

Als sie sich wieder auf den Heimweg machen wollten, rief die Schildkröte: "Es soll sich jeder einen anderen Samen nehmen und ihn aussäen, damit auf der ganzen Welt die verschiedensten Obstbäume wachsen."
Und genau das taten die Tiere. Der Affe nahm sich einen Mangosamen und steckte ihn an seinem Lieblingsplatz am Fluss in den Boden.
Als der Baum ausgewachsen war, trug er die köstlichsten Früchte. Der Affe richtete sich häuslich im Geäst ein und genoss das saftige Obst.
Da er ein großzügiger und netter Affe war, teilte er die Mangos mit allen Tieren des Dschungels ... (1) Naraboro tandarobo ...
Jeden Tag kamen seine Freunde zu dem Baum: Der Löwe war da, der Elefant, das Zebra, die Schlange, die Giraffe, die Schildkröte und viele andere mehr. Plaudernd und schwatzend labten sie sich an den Früchten.
Eines Tages kam ein Krokodil den Fluss herauf geschwommen und als es die um den Mangobaum versammelten Tiere sah, hielt es in einigem Abstand an, um zu sehen, was da vor sich ging.
Plötzlich entdeckte der Affe das Krokodil. Er hatte es noch nie gesehen und lud es ein, seine köstlichen Früchte zu probieren.
"Magst du eine Mango essen?"
"Mango habe ich noch nie gekostet", antwortete das Krokodil.
"Fang auf!", rief der Affe ... (2) tam, tam, tam ...
Das Krokodil aß die Mango und sagte: "Köstlich. Wirklich köstlich! Ich danke dir, Affe."
Und so warf der Affe noch viele, viele Mangos herunter ... (2) tam tam tam ... und das Krokodil blieb auf einen langen Schwatz.
Von nun an kam es jeden Tag den Fluss heraufgeschwommen, um den Affen zu besuchen, und sie wurden sehr gute Freunde.
Einmal, als sie über dieses und jenes plauderten, erzählte das Krokodil, es sei Mitglied in einem ganzen Stamm von Krokodilen, und ihr Ober-krokodil sei ein sehr bedeutendes und kluges Tier.
"Du hättest mir schon früher von deinem Oberkrokodil erzählen sollen, damit ich ihm von meinen köstlichen Mangos hätte schenken können", rügte der Affe.
"Mein Oberkrokodil würde deine Mangos sicher liebend gerne probieren", erwiderte das Krokodil. Also pflückte der Affe viele Früchte und warf sie dem Krokodil ins offene Maul.
Das Krokodil schwamm zu seinem Stamm zurück, wo es die Früchte mit den anderen teilte. Das Oberkrokodil war begeistert von den Mangos. Er forderte das Krokodil auf, noch mehr zu bringen.
Schließlich kam das Oberkrokodil auf einen Gedanken: "Wenn dieser Affe jeden Tag derart köstliche Mangos isst, gibt er bestimmt auch selbst eine köstliche Mahlzeit ab."
Wenn es den Affen doch nur herlocken könnte! Das würde gar nicht so einfach sein. Also dachte es sich einen hervorragenden Plan aus.
Als das Krokodil an diesem Tag von seinem Ausflug zurückkam, legte sich das Oberkrokodil auf den Grund des Flusses und tat so, als ob es schwer krank sei.
Das Krokodil kam herbeigeschwommen und fragte: "Was ist denn los mit dir, Oberkrokodil?"
"Ich bin sehr krank und der Hexendoktor hat gesagt, dass nur ein Affenherz mich heilen könne. Du musst mir auf der Stelle eines besorgen, sonst sterbe ich."
Das Krokodil war in großer Verlegenheit. Wo sollte es ein Affenherz auftreiben? Affen waren schwer zu fangen. Da fiel ihm sein Freund ein. Zutiefst betrübt dachte er: "Ach herrje, ach herrje. Was soll ich nur tun? Ich liebe diesen kleinen Affen, er ist mein Freund. Aber mein Oberkrokodil liebe ich auch, es ist mein Anführer, und es wird sterben, wenn ich kein Affenherz bringe." Dem armen Krokodil rauchte der Kopf, während es versuchte, einen Entschluss zu fassen. Schließlich sagte es sich, dass sein Oberkrokodil wichtiger sei, also müsse es ihm das Herz seines Freundes bringen.
Früh am Morgen machte sich das Krokodil auf den Weg zum Mangobaum. Unterwegs schmiedete es Pläne.
Wie üblich war der Affe entzückt, seinen Freund zu sehen. "Willkommen, mein Lieber, ich freue mich, dass du mich besuchen kommst."
"Affe, du warst so gut zu mir in den letzten Wochen, auch meinem Stamm hast du so herrliche Früchte geschenkt. Zum Ausgleich möchte ich dich in mein Heim über dem Fluss einladen, um dir Gastfreundschaft anzubieten. Meinem Oberkrokodil wäre es eine große Freude, deine Bekanntschaft zu machen."
"Wie lieb von dir, mich zu dir nach Hause einzuladen. Auch ich würde gerne dein Oberkrokodil und deinen Stamm kennen lernen. Aber - wie komme ich da bloß hin? Du lebst im Wasser, doch ich würde unterwegs ertrinken. Denn du weißt, liebes Krokodil: ich kann nicht schwimmen."
"Kein Problem. Wir wohnen am Ufer wie am Wasser. Und was das Überqueren des Flusses betrifft, so setzt du dich einfach auf meinen Rücken, damit ich dich ans andere Ufer bringen kann."
Glücklich willigte der Affe ein und sprang auf den Rücken des Krokodils. Doch als sie mitten im Fluss waren, ließ sich das Krokodil immer tiefer ins Wasser sinken. Sein Plan war es, den Affen zu ertränken, bevor sie ans andere Ufer gelangten. Da das Krokodil immer tiefer sank, rief der Affe:"Ich werde nass, liebes Krokodil. Du darfst nicht weiter abtauchen."
Ohne eine Antwort zu geben, ließ sich das Krokodil immer tiefer sinken. Jetzt merkte der Affe, dass etwas nicht mit rechten Dingen zuging. "Was hast du vor? Ich werde ertrinken!"
"Mein lieber Freund, ich werde dir die Wahrheit nicht verheimlichen. Mein Oberkrokodil ist schwer erkrankt und wird sterben, wenn es nicht sofort ein Affenherz zu essen bekommt."
Der Affe war so entsetzt, dass er sich auf die Lippen biss, um nicht aufzuschreien. Er zermarterte sich den Kopf, wie er sich retten könnte. Schließlich sagte er so gelassen wie möglich: "Warum hast du mir das nicht gleich gesagt? Dann hätte ich es nämlich mitgebracht."
"Was? Du hast dein Herz gar nicht dabei?"
"Nein, ich lasse es immer im Mangobaum hängen, wenn ich einen Ausflug mache. Komm, wir kehren auf der Stelle um und holen es."
Das Krokodil war sprachlos, wendete und schwamm schnell zum Ufer zurück. Dort angelangt sprang der Affe vom Rücken des Krokodils und kletterte rasch auf den Mangobaum und rief herunter:
"Weißt du eigentlich nicht, du dummes, altes Krokodil, dass Affen ihr Herz in der Brust haben wie andere Kreaturen auch? Hast du wirklich gedacht, dass ich dich zu deinem Stamm begleite, um dort den Tod zu finden? Geh zu deinem Stamm zurück. Mit unserer Freundschaft ist es aus und vorbei und dein Oberkrokodil kann ich auch nicht retten."
Sehr beschämt schwamm das Krokodil zurück. Als ihm klar wurde, wie dumm er gewesen war und dass er nun seinen besten Freund verloren hatte, vergoss es eine dicke Krokodilsträne. Der Affe hörte gar nicht mehr auf zu lachen und warf dem Krokodil verfaulte Mangos hinterher ... (2) tam tam tam ...
Als die anderen Tiere das laute Lachen des Affen hörten, kamen sie alle neugierig angelaufen. Es kamen: der Löwe, der Elefant, das Zebra, die Schildkröte, die Schlange und die Giraffe ... (1) naraboro tandarobo
Der Affe erzählte den anderen Tieren die Geschichte und alle mussten lachen ...
(1) naraboro tandarobo ...

Es bedeutet:
(1) die Kinder sprechen den Zauberspruch mit
(2) Tam, tam, tam wird mit Trommelschlägen untermalt

Martin Moffor

Einsatz im Unterricht
Dieses Märchen eignet sich sehr gut als fächerübergreifendes Thema, da Deutsch, Bildende Kunst, Musik und Religion eingebunden werden können.
Je nach Altersstufe kann es im Unterricht wie folgt erarbeitet werden:

Klasse 1 und 2
- Erzählen des Märchens,
- Nachspielen,
- akustisches Charakterisieren der Tiere, eventuell mit Orffschen Instrumenten,
- bildnerisches Darstellen: Gestalten eines eigenen Märchenbuches mit den Tieren dieses Märchens. Falls dies ohne begleitenden Text gemacht wird, können die Bilder als Hilfe zum Nacherzählen genützt werden.

Druckplatte aus PolystrolschaumDa bei einem Buch dieselben Tiere immer wieder auf unterschiedlichen Seiten auftreten, bietet sich ein einfaches Druckverfahren an: Der Druckstock ist aus leicht zu bearbeitenden Innendämmplatten aus Polystyrolschaum (Baumarkt). Sie sind nur 4 Millimeter stark und man kann mit einem Kugelschreiber die Umrisse ebenso wie die Strukturen von Fell, Federn etc. der Tiere eindrücken, dann die Umrisse mittels Cutter ausschneiden.
Farbenfroh und lebendig wirken die fertigen DruckeHierbei sollte der Lehrer wegen der scharfen Klinge und der damit verbundenen Verletzungsgefahr behilflich sein. Durch dieses Verfahren kann jedes Tier mehrmals gedruckt werden, ferner kann man mit allen Tieren dieses Märchens ein großes Wandbild erstellen. Das Drucken erfolgt wie beim Linoldruck.

Klasse 3 und 4:
Schülerin mit selbstgefertigter StabpuppeWie Klasse 1 und 2, zusätzlich bietet sich an, dieses Märchen als "Stabpuppen"-Theater aufzuführen.
Dazu werden die Druckvorlagen der Kinder, bei denen man darauf achten muss, dass sie recht groß erstellt werden, mit Stäben versehen. Die Kinder können die "Stabpuppen" agieren lassen, dazu den Text frei sprechen oder einem Erzähler folgen.

Zusammenfassend habe ich folgende Erfahrungen gemacht:
Da das Krokodil keine positiv besetzte Figur ist, muss daran gedacht werden, auch für diese Gestalt des Märchens jemanden dazu zu motivieren sie darzustellen. Die Gestaltung des Baumes mit den vielen unterschiedlichen Früchten erwies sich für Kinder der 1. Klasse als zu schwierig. Entweder muss der Lehrer die Muster für die Druckstöcke selbst vorbereiten oder man verwendet für diese Darstellung eine andere Technik (Kleben mit Buntpapier oder mit Farbe und Schablonen malen). Mit größeren Kindern ist der Druck durchaus denkbar.
Die Klasse war mit viel Begeisterung bei der Arbeit. Sie erhielten über die figürliche Auseinandersetzung mit den Tieren einen emotionalen Bezug zu diesem Märchen. Bei der inhaltlichen Betrachtung des Märchens wird den Kindern deutlich, dass es eine bildhafte Geschichte oder "Beispielgeschichte" ist, denn die Tiere stehen als Beispiel für menschliches Verhalten. Auch die Gleichnisse im neuen Testament sind Beispielgeschichten.
Die Auseinandersetzung mit den Tieren weckte bei den Kindern den Wunsch, mehr über sie zu erfahren. Deshalb wurde ein Infotisch mit Bilderkarten, Tierbüchern und auch Früchten aus diesem Kontinent mit viel Interesse angenommen.

Kontakt zu Martin Moffor über:
Claudia Rutschmann, Musik- und Kulturmanagement, Telefon: 0711/611749 oder E-Mail: management@ r-punkt.de

Dieser Artikel wurde veröffentlicht in Ausgabe 1/2004 von "Eine Welt in der Schule". Sie können diese Ausgabe jetzt herunterladen (2,3 MB).

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