Projekt "Eine Welt in der Schule"
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Anregungen für die Grundschule und Sekundarstufe 1

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Ein Projekt des Grundschulverbandes e.V.


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Volk in Bewegung
Ein Unterrichtsvorhaben über die Basken im Fach Politik
Reiner Rathgeber
 
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Wappen "Euskadi""Sie haben es gut, man kann ihnen nichts beweisen, man weiß nicht, wer sie sind, weiß nicht, woher sie stammen, was für eine Sprache das ist, die sie sprechen - nichts" (KURT TUCHOLSKY in seinem Pyrenäenbuch über die Basken)


Tausendjährige Geschichte und Sprache

Die Herkunft des baskischen Volkes ist noch immer ein Rätsel. Verschiedene Untersuchungen haben die Theorien über die Herkunft der frühen Basken von weither verworfen und vielmehr ihre Abstammung auf den Cromagnon-Menschen zurückgeführt, von dem ausreichend Spuren an der Küste, in den Tälern des Inneren und in den Ebenen von Álava zu finden sind.
Die Vorfahren der Basken waren schon vor mehr als 100000 Jahren hier. Zugleich mit ihren verschiedenen Fähigkeiten entwickelte dieses alte Volk auch seine eigene Sprache, das Euskera.
Einige Theorien weisen darauf hin, dass diese Sprache mit nur sehr geringen Abweichungen schon vor 7000 Jahren in unserem Land gesprochen wurde. Die orografischen und geografischen Merkmale von Euskadi, dem Baskenland, haben ermöglicht, dass sie sich ebenso erhielt, ebenso wie sie die kulturellen Züge und den Charakter der Menschen prägten.
Das Euskera, das als vorindoeuropäische Sprache betrachtet wird, weist keine linguistischen Ähnlichkeiten mit anderen lebenden Sprachen auf und stellt daher ein Kulturgut von universalem Wert dar.


Landkarte "Baskenland"Vor nunmehr 22 Jahren hatte ich auf einer Urlaubsreise meine erste Begegnung mit dem Baskenland, habe mich im Baskischen Labyrinth verloren und seitdem nichts unversucht gelassen, andere ebenfalls darin zu verstricken. Aber wie macht man das, das mit dem Verstricken?
Angefangen hat es im Europäischen Jahr der Sprachen 2000 mit Hospitationen zur Standardsicherung im Politik-Unterricht der 10. Klassen. Dort unterrichtete ich eine so genannte Schaustunde mit dem Thema: "Euskadi - eine europäische Region/Euskera (Euskara) - Baskisch (älteste vorindergermanische Sprache)", um auf den Unterrichtsinhalt und auf die Problematik hinzuweisen. Ferner bot es sich im darauf folgenden Jahr an, eine Lehrerfortbildung des Projekts "Eine Welt in der Schule" zum Thema "Minderheiten" (vergl. "Eine Welt in der Schule" Heft 1/2002) zu besuchen. Anschließend entwickelte ich zwei kleine Unterrichtswerke - ein Materialheft und ein Schüler-Arbeitsheft mit dem Titel "Die Basken - ein Volk in Bewegung".
Unterrichtlich griff ich das Thema dann anlässlich einer Hospitation eines Hauptseminars zur Lehrer(innen)ausbildung im Winter 2002 in Politik wieder auf. Der Unterricht fand in Zusammenarbeit mit meinem Kollegen, Herrn Peter Fischer, in zwei zusammengeführten Kursen von insgesamt 60 Schülerinnen und Schülern statt. Durch diese Hospitationsrunde waren die meisten Jugendlichen so vom Thema angetan, dass sie sich auf eigene Kosten das Schüler-Arbeitsheft zulegten und sich längerfristig mit dem Thema auseinandersetzen wollten.


Das Arbeitsheft
Das Schüler-Arbeitsheft"Die Basken - Ein Volk in Bewegung" bildete die Grundlage für die Schülerinnen und Schüler zur Erreichung der Lernziele in den Bereichen Geografie, Geschichte und Wirtschaft und bot Vorgaben und Anregungen für die Weiterarbeit an eigenen Schwerpunktthemen.
Die Schülerinnen und Schüler hatten in diesem Zusammenhang während des Unterrichtsvorhabens die Aufgabe, sich vielfältige Inhalte weitestgehend selbstständig und selbsttätig zu erarbeiten. So sollten sie u.a. herausfinden
- was Euskal Herria (linguistische Bezeichnung: Gebiet/Land der baskischsprechenden Menschen) und Euskera (Euskara) bedeuten,
- was als Euskadi (umfasst die Autonome Region Pais Vasco in Spanien ohne Navarra) bezeichnet wird,
- wie die Provinzen/Territorien (Hauptstädte) heißen (dazu die Fläche/Einwohnerzahl; dass es mehrsprachige Bezeichnungen gibt),
- wo diese Europäische Region liegt,
- wie das Klima dort ist,
- welche Arten von Wirtschaft dort betrieben werden.
Außerdem sollten sie sich zumindest mit einem Schwerpunkt ausführlicher beschäftigen und dabei die notwendigen Begriffe klären bzw. erklären, Texte bearbeiten sowie eine schriftliche Ausführung und/oder ein Produkt anfertigen.
Eines war den Jugendlichen von Anfang an klar: Sie hatten die Aufgabe diese europäische Region umfassend darzustellen, nicht nur unter dem Aspekt "Umgang mit Minderheiten", und würden sich dabei auch mit dem Problem des Terrors der ETA (Euskadi Ta Askatasuna/"Baskenland und Freiheit") befassen müssen.
Aber dieses war nur ein Schwerpunktthema neben vielen anderen.
Eine gemeinsame Einführungsstunde leitete das Thema ein. Erste, meist unkommentiert eingegebene audio-visuelle Vorführungen, eine Vorstellung der baskischen Flagge (Ikurrina) und ein Hinweis auf die Definition von Minderheiten ermöglichten den Jugendlichen eine recht spielerische Annäherung. Dann galt es, sich die notwendigen Grundlagen (Lage in Europa/Geografie/Geschichte/Wirtschaft) zu erarbeiten. Das geschah in Einzel- und Partnerarbeit mit Hilfe des Schüler-Arbeitsheftes in 6 Unterrichtsstunden.
Angereichert wurde diese Sequenz durch den Einsatz mehrerer Medien. Es wurden der Spielfilm "Tasio" (gibt einen guten Einblick in das Leben einer Tagelöhnerfamilie während der Franco-Diktatur), der die emotionale Ebene der Schülerinnen und Schüler sehr gut anspricht, das Video "Wir sind was wir sprechen" und die Hörspielkassette "Euskera, ein iberisches Sprachjuwel" (Bedeutung der Sprache im Selbstverständnis einer Minderheit), die die intellektuelle Ebene anspricht, vorgeführt.

Süddeutsche Zeitung 27.8.02 (Ausschnitt)
Angriff auf die Angreifer
[...] Der plötzliche Vorstoß von Politik und Justiz findet eine große Mehrheit im Zentrum und Gegner am Rand. PP und PSOE, sonst erbitterte Rivalen, sind sich im Rahmen ihres Antiterror-Paktes einig. Ein Verbot von Batasuna sei gut für, Ethik und demokratische Würde, sagt Justizminister Michavela. "Diese Leute passen nicht in die spanische Demokratie", erklärt Regierungschef Aznar. Gemeinsam mit kanarischen und andalusischen Regionalparteien vereinigten sie bei der Abstimmung 313 Stimmen für das Verbot, 90 %. Die Vereinte Linke und die katalanischen Nationalisten dagegen enthielten sich, weil sie zwar Batasuna kritisieren, aber auch deren Verbot. Die im Baskenland regierenden Nationalisten, einige Zeit mit Batasuna verbandelt, stimmten gegen ein Verbot, weil sie der Ansicht sind, dass die Initiative im Kampf gegen den Schrecken nichts bewirkt, sondern im Gegenteil die baskische Gesellschaft noch stärker polarisiert und Vertreter von Batasuna zur ETA in den Untergrund treibt.
Diese Spaltung führt Spanien abermals an einen wunden Punkt von Geschichte und Geographie. Auch im Baskenland unterstützt nur eine kleine Minderheit den Wahnsinn der ETA, die meisten wünschen sich einen Friedensprozess nach Art von Nordirland.
Doch patriotische Gefühle prägen in unterschiedlichem Ausmaß mehrere Regionen, was kulturell interessant und politisch problematisch ist. Viele Basken, Katalanen und Galicier können mit Gesamtspanien wenig anfangen, allzu entschlossene Madrider Aktionen sind ihnen verdächtig. Vor allem die baskischen Nationalisten nützen diese Stimmung, die ihnen auch bei den letzten Kommunalwahlen den Sieg einbrachte. lhr Parlamentssprecher Inaki Anasagasti zündelte in bewährter Weise: Aznar wolle den "demokratischen Nationalismus" in Terror-Verdacht bringen und schaffe ein Klima, in dem die Leute am Ende das Verbot aller Nationalisten fordern würden.

Arbeit an den Schwerpunktthemen
Diverses AnschauungsmaterialNachdem auf diese Weise das Interesse der Jugendlichen geweckt war, konnte eine wesentliche Intention meiner Arbeit,
- in Interessengruppen an eigenen Schwerpunkten zu arbeiten,
- Material zu besorgen,
- Recherchen anzustellen
- und eine Präsentation vorzubereiten,
eingeleitet werden.
Um den Schülerinnen und Schülern zu verdeutlichen, welche Arbeitsergebnisse sie in Gruppen bis zu drei Schülerinnen und Schülern anzufertigen hatten, legte ich ihnen Präsentationsergebnisse vor, an denen sie sich orientieren konnten. Diese Präsentationsergebnisse sind zu einem früheren Zeitpunkt in verschiedenen Wahlpflichtkursen angefertigt worden.

Dann wurden den Jugendlichen folgende Schwerpunktsangebote unterbreitet:
- Einzelne Territorien (Gipuzkoa, Biskaia, Alava, Nafarroa, französische Regionen)
- Einzelne Städte (San Sebastian, Bilbao, Vitoria, Pamplona)
- Tourismus (Grünes Spanien, Nordspanien)
- Symbole (Flagge, Wappen)
- Sprache und Literatur (Euskera/Euskara; Pio Baroja, Sidney Sheldon
- Feste und Feiern (San Fermin, Hemingway/Nationalfeiertag "Aberri Eguna")
- Heiligtümer (Loyola, Jakobswege, Arantzazu)
- Städte und Dörfer (Getaria, Zumaia, Gernika (Picasso))
- Natur und Sport (Naturparks, (bask.) Sportarten, Fußball)
- Folklore und Tradition (Musik, Tanz, Kleidung)
- Geschichte und Kunst (Fueros, Beobide, Zuluaga, Txilida)
- Gastronomie (Essen und Trinken (Sociedads), Rezepte)
- Politik (Autonomie (Parteien), Gewalt (Eta))
Natürlich konnte auch ein eigenes Thema gewählt werden. Die Jugendlichen bestellten sich ihr Arbeitsmaterial über ein Faxanschreiben, das ich ihnen zur Verfügung stellte, direkt im Baskenland. Und dann konnte es losgehen!

Nach folgendem Arbeitsauftrag wurde eigenständig an der Präsentation gearbeitet :

Zu fast jedem Thema findest du einige Sätze, Absätze, Seiten und Kapitel im Materialangebot vor. Zumindest diese musst du gründlich lesen und sorgfältig bearbeiten.
Diese Texte musst du verstehen - also kläre alle dir unbekannten Begriffe. Diese Texte musst du zusammenfassen - schreibe sauber, vermeide Fehler. Dein eigener Text soll mindestens eine DIN-A4-Seite (ohne Bilder/Zeichnungen) lang sein. Gestalte deine Pappe angemessen.
Deinen Text musst du verständlich vortragen können. Halte deinen Abgabetermin und deinen Vortragstermin unbedingt ein. Notiere alle Bücher, CDs usw., die du benutzt hast und kennzeichne Zitate!

Ein Schüler beim Vortrag des ArbeitsergebnissesUnd das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Fast alle eingereichten Arbeiten entsprachen meinen Erwartungen! Die "Symbol"-Gruppe lieferte in Form und Inhalt ausgezeichnete Präsentationsplakate ab und hielt einen sehr ansprechenden Vortrag. Außerdem gab es ein sprachlich und inhaltlich niveauvolles Referat über Pio Baroja, Pablo Picassos Wirken wurde erstaunlich klar bearbeitet und überzeugend vorgetragen, es entstand ein wunderschönes Plakat zum Thema "Gastronomie", die zurzeit vier baskischen Fußball-Erstligaclubs wurden ansprechend vorgestellt, die Gruppe "Politik" lieferte einen Vortrag auf Video, alle unterstützt von der Audio-, Foto- und Videodokumentationsgruppe ...
Schülerinnen und Schüler präsentieren "ihre" ErgebnisseSeit Januar 2003 hatten knapp 60 Schülerinnen und Schüler an der Präsentation kursübergreifend intensiv gearbeitet. Die Größe der Gruppe stellte uns dabei vor manch ein organisatorisches Problem (Räumlichkeiten, Materialbeschaffung usw.). Doch die positiven Rückmeldungen, die wir von den Schülerinnen und Schülern erhielten, machten den Aufwand wett.
Einige wenige haben nun die Möglichkeit, ihre größtenteils erstaunlich guten Arbeitsergebnisse an Ort und Stelle zu überprüfen.
Der Arbeitsauftrag: ihre Eindrücke aus dem Baskenland in digitalen Bild- und Tondateien festhalten, um die bisherige traditionelle Präsentationsform "multi-medial" innerhalb einer Arbeitsgemeinschaft zu erweitern.
Den Eltern und der Schulleitung an dieser Stelle ein herzliches "Eskerrik Asko" (baskisch: Danke)

Literatur und Medien
Archiv der Frankfurter Rundschau online unter www.fr-aktuell.de
KURLANSKY, MARK: Die Basken - Eine kleine Weltgeschichte. München 1999
LUDWIG, KLEMENS: Ethnische Minderheiten in Europa. München 1995
MARSEN, THIES: Die ETA - Eine Dokumentation,
(27.05.03 unter www.br-online.de/jugend/zuendfunk/themen/gesellschaft/baskenland2.htm)
RATHGEBER, R.: Die Basken - Ein Volk in Bewegung. Materialheft. Toro Verlag,
Hamburg 2002
RATHGEBER, R.: Die Basken - Ein Volk in Bewegung. Schüler-Arbeitsheft. Toro Verlag,
Hamburg 2002
WANDLER, REINER (Hrsg.): Euskadi - Ein Lesebuch zu Politik, Geschichte und Kultur des Baskenlandes. Berlin 1999

Dieser Artikel wurde veröffentlicht in Ausgabe 3/2003 von "Eine Welt in der Schule". Sie können diese Ausgabe jetzt herunterladen (2,3 MB).

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