Projekt "Eine Welt in der Schule"
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Anregungen für die Grundschule und Sekundarstufe 1

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Ein Projekt des Grundschulverbandes e.V.


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Rund um die Orange (II.)
Ein Vorhaben im 8. Jahrgang
Hartmut Kampen, Kolleginnen, Kollegen und Schülerinnen und Schüler der IGS Delmenhorst
 
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Diese Arbeit macht mich krankMaterial zum Thema Kinderarbeit in Sambia Mehr >>>
 
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Eine Welt für KinderMaterial für Kindergarten und Schule & Sonderheft zum Thema Konsumgüter Mehr >>>
 
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ErziehungsratgeberFür Eltern! Wie Sie Kindern fremde Kulturen näherbringen Mehr >>>
 
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Orangen Die Integrierte Gesamtschule (IGS) Delmenhorst ist eine vierzügige IGS und umfasst die Jahrgangsstufen 5 bis 13. Der Schulbetrieb wurde im August 1994 aufgenommen. Die IGS ist eine Schule für alle Kinder. Deshalb macht sich die pädagogische Qualität dieser Schule insbesondere an der Gestaltung des Unterrichts fest, der die in einer solchen Schule gewünschten "Verschiedenheiten der Köpfe" (Herbart) grundsätzlich im Unterrichtsgeschehen berücksichtigt. Die Lern- und Lehrbedingungen sollen so gestaltet werden, dass alle unsere Schülerinnen und Schüler entsprechend ihren Neigungen und Fähigkeiten gefördert und gefordert werden.
Dieser Anspruch findet u.a. seinen Niederschlag in den vier Säulen des Unterrichtsgeschehens, dem Fachunterricht, dem Wahlpflichtunterricht, dem Arbeitsplanunterricht und den Vorhaben.
Schülerarbeitsblatt "Von der Orange zum Saft"Neben dem normalen Fachunterricht und dem Wahlpflichtunterricht, die in allen Schulen der Sekundarstufe I im Lande praktiziert werden, sind der Arbeitsplanunterricht und die Vorhaben besondere Bestandteile des praktischen Unterrichts. Der Arbeitsplanunterricht ist im weitesten Sinne der Freiarbeit zuzuordnen, ein Vorhaben einem projektorientierten Unterricht ähnlich.
Durch einen hohen Anteil an Unterrichtsstunden ist der Arbeitsplan (AP) ein bestimmendes pädagogisches Element unserer Arbeit. In diesem durch Selbstständigkeit geprägten und teilweise fächerübergreifenden Unterricht können unsere Schülerinnen und Schüler stärker entsprechend ihren Interessen und Fähigkeiten Lernschwerpunkte hauptsächlich aus den Fächern wählen und weitgehend eigenverantwortlich arbeiten.


Das Vorhaben

Einmal pro Halbjahr findet ein einwöchiges Vorhaben in den jeweiligen Jahrgängen statt. Die Bereiche des Vorhabens können jahrgangsübergreifend oder klassenweise bearbeitet werden. Das Thema des Vorhabens kommt auf Vorschlag der Schülerinnen und Schüler oder aufgrund eines Vorschlags der Klassenleitungsteams zustande.
Im Fall des Vorhabens "Rund um die Orange" hatten die Klassenleitungsteams nach eingehender Diskussion mehrerer Vorschläge die Entscheidung zugunsten diese Themas getroffen, weil es
- unterschiedliche Möglichkeiten hinsichtlich sozialer Arbeitsformen bietet,
- verschiedenen kognitiven Ansprüchen gerecht wird,
- den Schülerinnen und Schülern verschiedene Arbeitsformen ermöglicht,
- das vorhandene Material des Projekts "Eine Welt in der Schule" eine Strukturierung des Themas erlaubt, so dass unsere Schülerinnen und Schüler entsprechend ihren Interessen und Fähigkeiten Lernschwerpunkte ihrer Wahl bilden können.

Die Diskussion in der Gruppe der Lehrkräfte ergab folgende Themen:
- Basiswissen "Orange" für alle
- Kinderarbeit
- Weg der Orange (Handelsweg)
- Evtl. außerschulische Orte besuchen (Saftfabrik)
- Steckbrief Orange
- Einrichten eines Cafés; Rezepte (Saft, Marmelade, Torte, Kuchen), Rezeptbuch herstellen
- Transfair
- Theaterstück zum Thema Kinderarbeit schreiben, vorspielen
- Naturwissenschaftliche Untersuchungen zum Inhalt (Wasser, Schwebstoffe, ...) des Orangensaftes
- Herstellen von Drinks, Mixgetränken
- Wo wächst die Orange (Klimabedingungen, Atlasarbeit)

Die Themen stehen im Einklang mit den Rahmenrichtlinien des Landes Niedersachsen und den Schulplänen der IGS für den Fachunterricht; z.B. Kinderarbeit in der Zeit der Industriellen Revolution, Mensch und Umwelt, Mensch und Arbeit.
Den Schülerinnen und Schülern des Jahrgangs wurden im November 2001 das Thema und die Arbeitsbereiche mitgeteilt. In den AP-Stunden (Klassenrat) wurden in den vier Klassen die Möglichkeiten der Behandlung des Themas mit den Teams diskutiert. Die Schülerinnen und Schüler formulierten ihr spezielles Thema, ihren speziellen Wunsch und fanden sich in Arbeitsgruppen zusammen. Hier wurde die Arbeit fortgesetzt und das Vorhaben in Einzelheiten hinsichtlich benötigter Hilfen, Material, Kosten und der abschließenden Präsentation strukturiert.
Die Rolle der Klassenleitungsteams bestand ausschließlich in der Beratung, Hilfestellung bei der Beschaffung von Material und Konfliktmanagement in den Gruppen, sofern es zu Problemen kam.
Das Vorhaben fand in der letzten Dezemberwoche 2001 statt und endete mit einer Präsentation für die Familien und die Schulgemeinde.
Im Folgenden kommen einzelne Schülergruppen zu Wort und stellen ihre Themen, ihre Vorgehensweise, ihre Arbeiten und Ergebnisse vor.

Situation der Orangen-Kleinbauern
Viele kleinbäuerliche Betriebe stehen durch die Preispolitik der Exportmultis vor dem Ruin oder haben schon aufgegeben und ihr Land unter Wert verkauft. Preise, die nicht einmal mehr die Produktionskosten abdecken, vergrößern das Heer der landlosen Erntehelfer/innen. In der Ernte 1995/96 erhielt der Produzent zwischen 1,55 und 1,80 US-Dollar pro Kiste zu 40,8 Kilogramm - das sind maximal 5 Pfennig für ein Kilogramm Orangen! Für Ernte und Transport musste er 0,75 bis 1,20 US-Dollar aufwenden. Der Rest deckte also nicht einmal die Produktionskost, die pro Kiste Orangen zwischen 1,30 und 1,80 US-Dollar lagen. Einige Betriebe haben sich zu Genossenschaften zusammengeschlossen und versuchen, weitere Teile der Wertschöpfungskette zu übernehmen; z.B. den Transport zur Presserei selbst zu organisieren.

Situation der Erntehelfer/innen
Am härtesten trifft der gnadenlose Wettbewerb die landlosen Erntehelfer. Ihre Arbeit ist körperlich anstrengend, schlecht bezahlt, rechtlich ungeschützt und saisonabhängig. Der durchschnittliche Tageslohn für die Arbeit beträgt ja nach Leistung 10-20 DM - viel zu wenig bei einem Preisniveau für Lebensmittel wie in Deutschland und einer horrenden Inflationsrate. Eine 1994 verabschiedete Arbeitsgesetz-Novelle liberalisierte das Verhältnis von Arbeitgebern und Arbeitnehmern und verwandelte die Plantagenarbeiter in "Selbstständige", mit der Folge, dass sie zwar etwas besser verdienen, aber auch jeden gesetzlichen Arbeitnehmer-Versicherungsschutz verlieren. Gleichzeitig verhindert dieser Status die gewerkschaftliche Interessenvertretung.

Anbau von Orangen
Der landwirtschaftliche Anbau von Orangen erfolgt in Plantagen von manchmal gigantischer Fläche. Solche Monokulturen sind außerordentlich anfällig für tierische Schädlinge und Pflanzenkrankheiten. Sie müssen dementsprechend intensiv mit chemischen Mitteln behandelt werden. In den vierziger Jahren vernichtete die Orangenseuche "Tristeza" (=Traurigkeit) in Brasilien praktisch die kompletten Ernten. Nach jahrelangem Experimentieren fand man neue Kreuzungen, die immun gegen Tristeza waren. Sie verhalfen Brasilien in den nachfolgenden Jahrzehnten zu einer weltweiten Führungsrolle in der Orangenproduktion.

Land
Ernte 1998 in Mio. t
Prozente der Weltproduktion
1. Brasilien
22,78
34,59
2. USA
12,57
19,01
3. Mexiko
4,00
6,05
4. VR China
2,80
4,23
5. Spanien
2,50
3,78
6. Indien
2,09
3,16
7. Italien
2,07
3,13

Gesünder durch die Orange
Das Theaterstück wird aufgeführtWährend des Vorhabens zum Thema "Orange" hat sich unsere Gruppe mit dem Thema "Zitrusfrüchte und Gesundheit" beschäftigt. Da dieses Thema sehr umfangreich war, haben wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt. Wir sind am Montag zuerst in eine Apotheke gefahren, um Informationen zu dem Thema "Gesundheit" einzuholen. Der Apotheker gab uns bereitwillig verschiedene Prospekte über den Vitamingehalt in Zitrusfrüchten mit, die sehr hilfreich bei der Ausarbeitung waren.
Dadurch haben wir herausgefunden, dass zum größten Teil in Orangen und Zitronen das Vitamin C steckt, welches sehr gut zur Vorbeugung von Krankheiten ist. Außerdem stärkt Vitamin C die Abwehrkräfte. Wir haben das Herausgefundene in verschiedene Texte verfasst und zusammen mit Zeichnungen und Karikaturen auf Plakate verteilt. Wir fanden, dass die Überschrift "Gesünder durch die Orange" das gut wiedergab.
Da die Ausarbeitung des Themas nur wenig Zeit in Anspruch genommen hat, haben wir zusätzlich ein kleines Theaterstück verfasst und mit großem Erfolg aufgeführt. In dem Stück geht es um ein Mädchen, welches krank ist und durch das Vitamin C aus Orangen schnell wieder gesund wird. Die Ausarbeitung und das Einüben des Stückes hat ungefähr zwei Tage gedauert.
Uns hat die Arbeit sehr viel Spaß gemacht. Es war lehrreich und interessant und wir freuen uns schon auf das nächste Vorhaben.

Orangenmodell aus StyroporOrangenmodell
Wir haben eine Orangeaus einer halben Styroporkugel und Papier nachgestellt. Wir haben die halbe Styroporkugel und das Papier, das als Zwischenhäute und Fruchtfleisch dient, mit orangener Tuschkastenfarbe angemalt. Nachdem das Modell fertig war, haben wir noch Informationen über Orangen herausgesucht, wie sie z.B. angebaut oder ihr Saft exportiert werden. Außerdem haben wir ein Informationsblatt von der Orange gemacht, das zeigt, wie eine Orange von innen aussieht und wie die Zusammensetzung von O-Saft ist.
Plakate zum Thema "Brasilien"Brasilien
Wir hatten das Thema Brasilien. Wir haben insgesamt 3 Plakate erstellt. Es ging auf den Plakaten um die Wirtschaft und um die Kinderarbeit in Brasilien. Wir haben uns die Informationen durch Dias, Bücher und aus dem Internet gesucht. Unser Ergebnis war, dass durch das besondere Klima in Brasilien die Orangen am besten wachsen können. Anhand der Dias haben wir viele Informationen über die Ernte in Brasilien bekommen. Wir haben auch erfahren, wie schwer es für die Kinder ist, auf Plantagen zu arbeiten, weil sie nicht zur Schule gehen können und sie ihre Gesundheit kaputt machen.
Die vorbereiteten Saft-TestsDie Gruppe Saft-Test
hat mit Eltern und Schülern 12 verschiedene Orangensäfte durchprobiert und bewertet. Wie man auf dem Bild sieht, haben wir die Säfte anonym angeboten und bewerten lassen. Jede Versuchsperson musste drei verschiedene Säfte testen und vergleichen. Es nahmen über 50 Personen teil. Wir haben einen Bewertungsbogen beigelegt.
Die Orangen-sahnetorte wird angeschnittenOrangenrezepte
Wir hatten von Anfang an die Idee etwas mit Orangen zu kochen oder zu backen. Aus Kochbüchern und im Internet haben wir uns Rezepte rausgesucht. Die sich für uns am leckersten angehört haben, haben wir dann ausgewählt. Dann haben wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe ist zwei Tage zu K., und die andere zu M. nach Hause gegangen. K., A. und T. haben eine Orangen-Sahne-Torte, einen Orangenkuchen und Orangen-Plätzchen gebacken. M. und T. haben Orangen-Schoko-Plätzchen gebacken und Orangen-Marmelade gekocht. Wir haben zusammen Orangensaft ausgepresst und ein Rezept-Buch hergestellt.
Am Präsenztag haben wir die Sachen vorgestellt und verkauft. Wir haben ungefähr 25 Euro eingenommen.

Untersuchungen
Die Tests mit dem Orangensaft werden durchgeführtWir haben verschiedene Orangensäfte auf ihren Wassergehalt und auf Schwebstoffe hin getestet.
Pro Saft hatten wir drei Reagenzgläser. Bei 12 unterschiedlichen Säften hatten wir also insgesamt 36 Reagenzgläser.
Das erste Reagenzglas jeden Saftes wurde täglich geschüttelt. So sieht der Saft aus, wenn er im Glas ist und getrunken wird.
Das zweite Reagenzglas wurde stehen gelassen, damit sich das Fruchtfleisch absetzte. Hier sah man, welcher Saft besonders "fleischig" war. So sieht der Saft aus, wenn die Flasche lange steht.
Beim dritten Reagenzglas wurde der Orangensaft gefiltert. Nur das Wasser im O-Saft konnte durch den Filter gelangen. Einer der Säfte bestand fast nur aus Wasser!
Erstaunlicherweise hatte der "Anblick" des Saftes wenig mit seinem Geschmack zu tun. Als "wohlschmeckend" getestete Säfte hatten z.T. sehr unterschiedliche Schwebstoffanteile.

Ein 25-kg-SackKinderarbeit I
Wir haben anhand der Informationen in der Lernwerkstatt sieben Plakate erstellt. Das erste Plakat handelt vom "Transfair" und wie er funktioniert. Auf dem zweiten Plakat wird gezeigt, wie die Orangenproduktion abläuft und überprüft wird. Auf dem dritten Plakat werden die Gefahren der Kinderarbeit gezeigt.
Die anderen drei Plakate handeln vom Tagesablauf eines Kindes, welches auf einer Orangenplantage arbeitet. Ein weiteres Plakat zeigt Daten über die Kinderarbeit in Brasilien wie z.B., dass 7 % der weltweiten Kinderarbeit in Brasilien stattfindet.
Wir haben einen Tragesack erstellt, den die Besucher anheben sollten. Dieser Sack war 25 kg schwer.
Wir haben außerdem ein Rollenspiel über den Jungen "Sidney" eingeübt.

Das Rollenspiel wird einstudiertKinderarbeit II
Wir haben herausgefunden, dass der "Transfair" auch zur Überwachung der Kinderarbeit auf Orangenplantagen dient. Zu diesem Thema haben wir ein Rollenspiel eingeübt. Dieses Stück zeigt die Zustände auf brasilianischen Orangenplantagen. Die Arbeit dort ist sehr gesundheitsschädlich, da die Kinder vom Tragen der schweren Kisten Rückenprobleme bekommen. Am Tag schleppen sie 60 bis 65 Kisten, die 25 bis 30 kg wiegen. Außerdem lauern Gefahren wie Schlangen, Parasiten und Spinnen.
Durch die Arbeit, welche 10-12 Stunden am Tag dauert, bleibt keine Zeit für eine richtige Ausbildung und für Freizeitaktivitäten. Dies nehmen die Kinder auf sich, um ihre Familien zu ernähren.

Fazit
Das Thema "kam an". Die Schülerinnen und Schüler haben mit Engagement und hoher Motivation die gewählten Bereiche bearbeitet und zur Präsentationsreife gebracht. Mitschülerinnen und Mitschüler, Eltern, Verwandte der Jugendlichen und Lehrkräfte waren beeindruckt von der Vielfalt und Kreativität. Das einstudierte Theaterstück "Sidney" regte Eltern zum Mitspielen an, demonstrierte eindrucksvoll die Problematik der Kinderarbeit. Die Verschiedenheit und Vielfalt der Themen, Materialien und mögliche Handlungs- und Darstellungsweisen trugen der "Verschiedenheit der Köpfe" Rechnung - ein nach Aussagen der Jugendlichen und der Besucher erfolgreiches Vorhaben.
Bis heute sind viele Jugendliche dieses Jahrgangs für diese Thematik äußerst sensibilisiert. Die Nachhaltigkeit des Themas offenbarte sich im Verhalten einiger Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs, die im Rahmen eines späteren Schulfestes die Schulgemeinde weiter über Kinderarbeit informierten und erfolgreich Geld für ein Projekt in Brasilien sammelten.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht in Ausgabe 1/2003 von "Eine Welt in der Schule". Sie können diese Ausgabe jetzt herunterladen (2,3 MB).

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