Projekt "Eine Welt in der Schule"
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Anregungen für die Grundschule und Sekundarstufe 1

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Wolfgang Brünjes
 
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Im Februar 1999 fand in Bad Oeynhausen eine Lehrerfortbildungstagung des Projektes "Eine Welt in der Schule" statt. Auf dieser Tagung boten wir unter anderem das Thema "Republik Südafrika" an.
Uns lag sehr viel daran, neues Material zu entwickeln, da Materialanfragen zu diesem Land häufig nicht in unserem Sinne befriedigt werden konnten, denn sehr viele Materialien waren mittlerweile veraltet. Fast sämtliche Materialien, die bis zum Anfang der neunziger Jahre die Republik Südafrika zum Thema halten, hatten eines gemeinsam, die eindeutige Schwerpunktlegung auf das Thema Apartheid. Unterrichtsmaterialien sind, von wenigen Ausnahmen abgesehen, seither kaum neu veröffentlicht worden. Das Südafrika der achtziger Jahre gibt es jedoch nicht mehr. Das Apartheidsregime gehört glücklicherweise der Vergangenheit an. Vieles, was beim Aufbau eines "neuen" Südafrikas heutzutage Probleme bereitet, hat seine Wurzeln im Südafrika von gestern und vorgestern. Zum Verständnis des heutigen Südafrikas ist es unseres Erachtens daher immer noch unablässlich, dass die Apartheid thematisiert wird. Die Situation in der Republik Südafrika hat sich im letzten Jahrzehnt aber dermaßen geändert, dass die Apartheid für uns nur einen Aspekt dieses Landes ausmacht. Andere, für uns ebenso wichtige Aspekte, kamen bisher bei den Unterrichtsmaterialien zu kurz. Wir hoffen nun mit der Ihnen vorliegenden Unterrichtsskizze, dem Erprobungsbericht und dem beim Projekt "Eine Welt in der Schule" ausleihbaren Materialpaket, diese Lücke zu schließen.

Inhaltliche und methodische Planung
Bereits auf der Lehrerfortbildungstagung wurde festgelegt, welche Inhalte aufgegriffen und wie sie unterrichtet werden sollten. Der Naturraum, die Apartheid, das "neue" Südafrika, der Tourismus, das Alltagsleben der südafrikanischen Bevölkerung, die wirtschaftliche Situation und Verbindendes zwischen Jugendlichen in Südafrika und bei uns - all diese Aspekte wurden genannt.
Da man diese thematische Bandbreite im Unterricht kaum bewältigen kann, waren wir uns sehr schnell einig, das Thema "Republik Südafrika" in Form von Lernstationen zu planen. Zumal wir der Ansicht waren, dass dieses methodische Mittel - eingerahmt von einer Einführungs- und einer Auswertungsphase - Möglichkeiten einer sehr schülernahen unterrichtlichen Umsetzung bereithält.
Auf diesem Treffen und auf einer Folgetagung wurden die einzelnen Unterrichtsphasen näher abgesprochen und die verschiedenen Lernstationen geplant. Aus diesen Treffen resultiert der nun näher vorgestellte Unterrichtsvorschlag.

Einstiegsphase
Während der Einstiegsphase sollen die Schülerinnen und Schüler zum Thema hingeführt werden und sich gleichzeitig mit den eigenen Vorurteilen auseinander setzen. Diese Auseinandersetzung - die mit Hilfe von Bildassoziationen angeregt werden soll - ist bereits zu einem so frühen Zeitpunkt des Unterrichts Vorhabens sinnvoll, da sie den Bewertungshintergrund der Schülerinnen und Schüler in Bewegung bringt und die Kinder und Jugendlichen während der folgenden Unterrichtsschritte zu einer vorurteilsfreieren Annäherung befähigt.
Dazu werden in einem Klassenraum ca. 30 laminierte DIN-A4-Fotos mit Motiven aus der Republik Südafrika aufgehängt. Die Fotos bilden dabei eine ganze Palette von Motiven ab. Unterschiedliche Wohnformen, Strandszenen und naturbelassene Landschaften werden ebenso abgebildet wie Personen aus der südafrikanischen Republik. Die Schülerinnen und Schüler haben nun die Aufgabe, sich ein, zwei Lieblingsfotos herauszusuchen und die Nummern zu notieren. Anschließend wird im Plenum besprochen, welche Fotos ihnen besonders gefallen haben. Dabei wird voraussichtlich schon einmal deutlich, welche inhaltlichen Schwerpunkte die Schülerinnen und Schüler setzen würden (ggf. kann es bei der weiteren Bearbeitung berücksichtigt werden). Außerdem ist zu erwarten, dass bei der einen oder anderen Foto-Assoziation bzw. -Interpretation bereits Bewertungen von den Kindern und Jugendlichen geäußert werden, die dann aufgegriffen werden können.
Sofern den Schülerinnen und Schülern bis zu diesem Punkt der Inhalt des Unterrichtsvorhabens noch nicht mitgeteilt wurde, kann anschließend nachgefragt werden, ob sie eine gemeinsame Überschrift zu den Fotos finden. Je nach Lerngruppe muss hier sicherlich "nachgeholfen" werden.

Detailauszüge
Den Jugendlichen soll in einem zweiten Schritt noch einmal vor Augen geführt werden, wie die eigene Wahrnehmung vielfach durch andere Faktoren (Medien, Peergroups, ...) beeinflusst wird.
Wie mag diese Szene im Ganzen aussehen?Zu diesem Zweck bearbeiten sie in Partnerarbeit Fotos. Die Schülerinnen und Schüler erhalten jeweils eine Kopie eines Fotos, das ein Detail einer Szene abbildet. Von diesem Detail ausgehend zeichnen sie, was ihrer Meinung nach auf dem restlichen Bild zu sehen ist.
Sowohl das Gesamtbild als auch die Schülerzeichnungen werden im Raum ausgestellt und besprochen.

Wie mag diese Szene im Ganzen aussehen?

Stationenlernen
Die eigentliche inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Staat "Republik Südafrika" -sowie mit der Kultur, mit dem Alltagsleben usw. geschieht in Form des Stationenlernens. Dabei müssen die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen (zwei oder drei Personen) Pflicht- und Wahlpflichtstationen aufsuchen und die dort gestellten Aufgaben erledigen. Der erste Block (Stationen Nr. l - 3), d. h. die ersten drei Stationen, sind für die Schülerinnen und Schüler verpflichtend, während aus dem Block II (Nr. 4-9) und III (Nr. 10 - 16) jeweils zwei Stationen ausgewählt werden können.

Die südafrikanische Küche
Die Küche Südafrikas ist so bunt gemischt wie die Bevölkerung dieses Landes. Klassische westliche Zubereitungsarten und asiatische Einflüsse vereinten sich im Laufe der letzten Jahrhunderte wie in keinem anderen Land. Holländische Seefahrer und Handelsleute gründeten Mitte des 17. Jahrhunderts am Kap der Guten Hoffnung eine Verpflegungsstation für die "Dutch East India Company". Sie brachten holländische Spezialitäten und Bräuche mit, die bis heute erhalten geblieben sind. Über den Fernosthandel kamen aber auch Delikatessen und Gewürze aus Asien ans Kap und fanden Eingang in die Küche.
Mit der Ansiedlung von Sklaven aus Malaysia kamen neue Gerichte ans Kap: die raffinierte, würzige Küche. In vielen Küchen kochten bald Malaien und Malaiinnen, die der eher einfachen, geschmacksarmen holländischen Küche neue Reize verliehen. Französische Hugenotten brachten Ende des 17. Jahrhunderts ihre feine französische "cuisine" ins Land. Die nächsten zwei Jahrhunderte waren geprägt durch die Besiedlung des Kap-Hinterlandes. Neue, nahrhafte Gerichte kamen auf: zum Beispiel Bredies, Holzofenbrote und natürlich Wild.
Mit den Briten kam das Roastbeef ans Kap. Roastbeef serviert mit "roasted potatoes and Yorkshire pudding" ist noch heute der klassische Sonntagsbraten im südafrikanischen Heim. Unter britischer Herrschaft wurden indische Arbeiter und ihre Familien zur Arbeit auf den riesigen Zuckerrohrplantagen in Natal angesiedelt. Ihre Küche ist heute ein wichtiger Bestandteil im südafrikanischen Leben. Andere Einwanderer -speziell deutsche und portugiesische - brachten wiederum ihre Gericht und Kochmethoden mit. Wurst zum Beispiel ist heute eines der Nationalgerichte. Was heute als neuer kulinarischer Trend gilt, "Ethnofood" als Verbindung zwischen ethnischer und klassischer Küche, hat in Südafrika schon vor Jahrhunderten stattgefunden. Ausländische Besucherinnen und Besucher erschrecken oft, wenn sie diese ungewöhnlichen Mischgerichte mit Curry und Früchten, süß und würzig, vorgesetzt bekommen. Doch Babotie und Sosaties, diese typisch südafrikanischen Zubereitungsarten, sind das Ergebnis des Zusammentreffens der malaiischen mit der europäischen Esskultur.
Wer als Tourist in Südafrika schwarze Küche genießen will, hat dazu fast keine Möglichkeit. Eine der wenigen Gelegenheiten bietet das Restaurant "Gramadodas" im Market Theater von Johannesburg. Selbst geröstete Heuschrecken oder Blätterteigpastetchen mit einem Mopaniwurm-Ragout werden dort serviert, ebenso ungewöhnliche Früchte wie Marula und Boaba, die keine deutsche Übersetzung kennen. Die wichtigsten Nahrungsmittel der schwarzafrikanischen Küche sind Mais und Gemüse, Nüsse und Früchte.
Viele Rezepte unterstreichen das bisher Gesagte: Eine südafrikanische Küche existiert nicht. Doch die südafrikanische Küche ist so reichhaltig wie kaum eine andere! (Quelle: STAUFFER, H.-U./FONTANA, H.: "Südafrikanische Küche". Rio Verlag, Zürich 1995)

kurz erklärt;
Hugenotten = Franzosen, die wegen ihrer religiösen Überzeugung verfolgt wurden
cuisine = das französische Wort für "Küche"
bredies = Gemüseeintopf
Roastbeef = Rinderfleisch englischer Art
roasted potatoes and Yorkshire pudding = geröstete Kartoffeln und Pudding
Ethnofood = Gerichte, deren Wurzeln aus bestimmten Volksgruppen stammen
ethnischer = eine bestimmte Volksgruppe betreffend

Die Ergebnisse der Schülerinnen und Schüler werden in Form einer Arbeitsmappe zusammengetragen. Jede Gruppe muss am Ende des Unterrichts Vorhabens ihr Heft abgeben.
Damit an den einzelnen Stationen kein Gedränge herrscht, muss die Anzahl der Stationen größer sein als die Anzahl der Gruppen. Das Material sollte immer in ausreichender Anzahl vorliegen, damit jedes Gruppenmitglied sein eigenes Arbeitsmaterial hat.
Ferner sollte überlegt werden, ob nicht ein weiterer Raum für die Durchführung dieser Unterrichtsphase genutzt werden kann, damit es nicht - bedingt durch die vielen unterschiedlichen Stationen - zu unruhig wird.
Zu Beginn dieser Unterrichtsphase werden die Schülerinnen und Schüler mit der Form des Stationenlernens vertraut gemacht.
Anschließend zieht jede Gruppe eine Stationennummer. An dieser Station muss die Gruppe ihre Arbeit beginnen. Wenn sie gar kein Interesse besitzt, dort zu arbeiten, kann sie aber auch eine freie Station wählen. In der Folge können die Gruppen nach Erledigung ihrer Aufgabe jeweils eine unbesetzte Station wählen.
Bis zur Erledigung ihrer Aufgaben arbeitet jetzt jede Gruppe selbstständig und eigenverantwortlich.

Auswertung
Den Abschluss des Unterrichtsvorhabens bilden eine Diskussionsrunde, ein Südafrika-Spiel und ein Schüler-Lehrer-Gespräch über die Arbeitsform.
Eine Diskussionsrunde soll eine Vielzahl der erbrachten Arbeitsergebnisse noch einmal bündeln, um zumindest ansatzweise eine Verknüpfung der einzelnen (Pflicht-) Stationen zu ermöglichen. Zu diesem Anlass bekommen die Schülerinnen und Schüler folgende Arbeitsanweisung:

Drei Menschen treffen sich vor einem deutschen Passamt.

Eine Person benötigt einen Pass, weil sie in die Republik Südafrika ausreisen möchte. Ihr gefällt es nicht mehr in Deutschland, weil alles so eng und festgelegt ist.

Eine weitere Person beantragt einen Pass. Sie ist Rückkehrer aus Südafrika. Eigentlich wollte sie sich dort mit ihrer Freundin/ihrem Freund niederlassen. Doch nachdem was sie dort erlebt hat, ist sie sehr schnell wieder nach Deutschland zurückgekommen.

Eine dritte Person wartet ebenfalls vor dem Passamt. Diese Person möchte ihren Pass verlängern, da sie für ein deutsches Unternehmen regelmäßig nach Südafrika fliegt. Sie betreut dort die südafrikanische Filiale des Unternehmens. Diese Person ist hin- und hergerissen, ob sie sich in Südafrika niederlassen soll.

Die Schülerinnen und Schüler sollen nun Argumente für die jeweilige Position sammeln. Drei Schülerinnen bzw. Schüler sollen anschließend die Diskussion nachspielen.
Mit einem Brettspiel zur "Republik Südafrika" geht es weiter. Während das Rollenspiel eine weiterführende Fragestellung mit Bewertungscharakter besitzt und vor allem eine Verknüpfung von wesentlichen Inhalten gewährleisten soll, dient das Brettspiel vornehmlich der Wiederholung wichtiger kognitiver Lernziele. Auf einem Spielfeld in Form einer Südafrika-Landkarte werden Figuren auf Ausgangsfelder gesetzt. Die zum Stationenlernen gebildeten Gruppen arbeiten auch hier zusammen und müssen zum Weiterziehen ihres Spielsteines Fragen aus dem vorhergehenden Lernkontext beantworten.
Ein Gespräch mit den Schülerinnen und Schülern über die Inhalte und die Arbeitsweise schließt das Unterrichtsvorhaben ab.

Was zu berücksichtigen wäre
Insgesamt sechzehn Stationen zum Thema "Republik Südafrika" haben wir ausgearbeitet. Aber auch dies sind nur Teilaspekte dieses Landes. Wie aus dem nachstehenden Erprobungsbericht hervorgeht, wurde dort von den Jugendlichen eine Station zum Thema "Gesundheit" vermisst. Dies drückt gleichzeitig die Vor- und Nachteile des Stationenlernens aus. Irgendwie ist häufig die diffuse Befürchtung vorhanden, man hätte einen wesentlichen Punkt bei der Behandlung des Themas vergessen. Andererseits kann zu den angebotenen Stationen mit recht wenig Aufwand eine weitere Station hinzugefügt werden. Wir werden deshalb die bereits vorhandenen Stationen um die Station "Gesundheit" ergänzen.
Das Gesamtbild zeigt einen Mitarbeiter im BMW-Werk in der Republik SüdafrikaDeutlich wird bei der Vorstellung des Unterrichtsvorhabens hoffentlich, dass es sich nicht um ein Unterrichtsprojekt handelt, welches man in einigen wenigen Stunden abarbeiten kann. Der zeitliche Rahmen kann gerade beim Stationenlernen relativ stark variiert werden, indem die Anzahl der zu bearbeitenden Stationen erhöht oder verringert wird. Hierbei muss aber bedacht werden, dass die drei Pflicht-Stationen - Ländererkundung Südafrikas. die Geschichte Südafrikas und Wahlen in Südafrika - unseres Erachtens unbedingt von Schülerseite bearbeitet werden müssen. Nur wenn die Schülerinnen und Schüler - zumindest grob - über die geographische Lage, das Klima, wichtige historische Entwicklungen, über die aktuelle politische Situation und über Problemlagen informiert sind, macht es Sinn, auch Inhalte anzubieten, die im "normalen" Unterricht keinen Platz finden. Aus diesem Grund sollte der zeitliche Umfang zwar der Unterrichtssituation vor Ort angepasst, aber von vornherein nicht zu stark eingegrenzt werden. Ebenso sollten bei der unterrichtlichen Umsetzung zumindest Doppelstunden zur Verfügung stehen. Einzelstunden eignen sich schon allein wegen des organisatorischen Aufwandes nicht.
Wenn man allerdings den Schritt wagt, das Materialpaket "Republik Südafrika" im Unterricht einzusetzen, wird man sicherlich belohnt. Von allen durchgeführten Erprobungen in den Jahrgangsstufen 8 bis 10 erhielten wir positive Rückmeldungen. Den Schülerinnen und Schülern gefiel die viele Freiheit, die sie bei dieser Unterrichtsform hatten, und die Lehrerinnen und Lehrer waren vom Lernertrag und von der inhaltlichen Bandbreite begeistert.

Das Materialpaket "Republik Südafrika", bestehend aus laminierten Fotos, Stationenkarten. Büchern usw., kann unter folgender Adresse ausgeliehen werden:
Projekt "Eine Welt in der Schule". Universität Bremen-FB 12, Postfach 330 440, 28334 Bremen, Tel.: 0421/218-2963

Dieser Artikel wurde veröffentlicht in Ausgabe 2/2000 von "Eine Welt in der Schule". Sie können diese Ausgabe jetzt herunterladen (2,0 MB).

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